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Trauer ist politisch - für eine konsequente Unterstützung der Trauerarbeit
So, 19.4.26

Trauer ist politisch - für eine konsequente Unterstützung der Trauerarbeit

Die Grüne Jugend Baden-Württemberg fordert eine verlässliche und dauerhafte Finanzierung von Angeboten der Trauerbegleitung für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im gesamten Bundesland.

Wir fordern die grüne Landtagsfraktion und die Landesregierung auf, sich dafür einzusetzen, dass:

1. Landesweite Förderstrukturen geschaffen werden: Kommunen dürfen bei der Finanzierung dieser überlebenswichtigen, oft als „freiwillige Leistungen“ eingestuften Angebote nicht alleingelassen werden. Es braucht einen
Rettungsschirm für präventive Jugendarbeit und Krisenintervention, um bestehende Angebote vor den aktuellen Haushaltskürzungen zu bewahren.

2. Niederschwellige Hilfen ausgebaut werden: Angesichts monate- bis jahrelanger Wartezeiten auf reguläre Therapieplätze muss die Trauerbegleitung als sofort verfügbare, stabilisierende Maßnahme flächendeckend anerkannt und gefördert werden.

3. Kommunalpolitische Prioritäten neu gesetzt werden: Wir rufen alle grünen Kommunal- und Kreistagsfraktionen in Baden-Württemberg dazu auf, Kürzungen bei der psychologischen Begleitung junger Menschen konsequent abzulehnen.

4. Zahlungen der Krankenkassen müssen sofort gewährt werden. Auch das erste Jahr muss Gefördert werden.

5. Die Hürden für eine Hospizfachkraft müssen gesenkt werden.

Einfache Sprache

Hilfe für junge Menschen in Trauer: Forderungen der Grünen Jugend

Viele junge Menschen erleben einen schweren Schicksalsschlag, zum Beispiel den Tod eines Elternteils. In dieser schweren Zeit brauchen sie Hilfe.
Die Grüne Jugend Baden-Württemberg fordert, dass diese Hilfe sicher und kostenlos bleibt.

Was wir fordern:

- Sicheres Geld vom Land: Angebote für trauernde Kinder und Jugendliche dürfen nicht geschlossen werden, nur weil die Städte sparen müssen. Das Land Baden-Württemberg soll einen „Rettungsschirm“ bauen, damit diese Hilfe immer bezahlt wird.

- Schnelle Hilfe ohne Wartezeit: Wer einen Therapieplatz sucht, muss oft monatelang warten. Trauerbegleitung hilft sofort. Deshalb muss es diese Angebote überall im Bundesland geben.

- Keine Kürzungen vor Ort: Grüne Politiker in den Städten und Landkreisen sollen verhindern, dass bei der psychologischen Hilfe für junge Menschen gespart wird.

- Geld von den Krankenkassen: Die Krankenkassen müssen sofort bezahlen – auch schon im ersten Jahr, wenn eine neue Gruppe gegründet wird.

- Leichtere Regeln: Es muss einfacher werden, Fachkraft für Hospizarbeit zu werden, damit es genug Personal gibt.

Warum ist das wichtig? (Die Begründung)

1. Es gibt eine Krise der psychischen Gesundheit Junge Menschen warten viel zu lange auf einen Therapieplatz – manchmal über ein Jahr. In dieser Zeit fühlen sie sich allein gelassen. Trauerbegleitung hilft sofort. Sie gibt Halt und kann sogar Leben retten, weil sie schwere Depressionen verhindert.

2. Sparen ist an dieser Stelle falsch Ein Beispiel aus Ludwigsburg zeigt: Die Hilfe kostet pro Bürger nur 13 Cent im Jahr. Das ist sehr wenig Geld für eine so wichtige Aufgabe. Wenn wir jetzt sparen, entstehen später viel höhere Kosten, zum Beispiel durch teure Behandlungen im Krankenhaus oder weil Menschen später nicht arbeiten können.

3. Zu viele Hindernisse für Vereine Wer eine neue Hospizgruppe gründet, braucht momentan etwa 100.000 Euro Startkapital. Das Geld von den Krankenkassen kommt oft erst nach anderthalb Jahren. Das können sich viele Vereine nicht leisten. Außerdem sind die Regeln für das Personal zu streng. Deshalb müssen viele Gruppen schließen.

Unser Fazit: Psychische Gesundheit ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Wir dürfen nicht bei den Menschen sparen, denen es am schlechtesten geht. Die Hilfe für trauernde junge Menschen muss in ganz Baden-Württemberg sicher sein.